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| Oberstufenseite : Käthe-Kollwitz-Schule Gesamtschule Rheindorf |
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<Informationen über
das Fächerangebot in der Sekundarstufe II |
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1. Erdkunde in der Sekundarstufe II Im Mittelpunkt unseres Interesses steht immer die Beziehung zwischen Raum und Mensch. Wir werden dabei Fachwissen erwerben und Methoden beherrschen lernen, die uns auch über das Fach Erdkunde hinaus befähigen sollen, Probleme zu erkennen, zu untersuchen und zu bewerten. Konkret heißt das für die einzelnen Kurshalbjahre: 11.1 Wir werden alle großen Landschaftszonen der Welt vom Äquator bis zu den Polargebieten untersuchen unter der Fragestellung: Wie prägt das Klima diese Region? Wie kann der Mensch sie landwirtschaftlich nutzen? Nebenbei lernen wir z.B. Wetterkarten zu lesen, mit dem Atlas zu arbeiten oder Diagramme zu erstellen. 11.2 Es geht um die Veränderung der Erde durch den Menschen. Die ökologische Betrachtung zeigt z.B. die verschiedensten Arten der Umweltverschmutzung, Veränderung des Klimas oder Umgestaltung der Gewässer mit den jeweiligen Folgen für die Erde, z.B.: Küstenschutz an der Nordsee oder Probleme des Skitourismus in den Alpen. 12.1 Weltwirtschaftliche Verflechtungen (Globalisierung) stehen im Vordergrund, z.B. zwischen Europa, USA und Japan. Wir vergleichen u.a. die naturräumliche Ausstattung, räumliche und historische Entwicklung, Landwirtschaft, Industrie, Siedlungen... 12.2 Wann und warum ist ein Land "Entwicklungsland"? Wer verdient an den Bananen aus Costa Rica? Welche Auswirkungen hat der Tourismus in Kenia? Warum werden Fußbälle in Pakistan hergestellt? Gibt es sinnvolle Entwicklungsprojekte? An verschiedenen Raumbeispielen (nach Absprache) geht es dabei auch um globale Fragen zu Wirtschaft, Handel und Verkehr. 13.1 Beim Thema "Stadtprobleme" steht zunächst die europäische Stadt in ihrer geschichtlichen Gestalt und gegenwärtigen räumlichen Entwicklung im Vordergrund. Es geht z.B. um Verkehrsprobleme, Stadtsanierung, Einkaufspassagen und Yuppies. Wir lernen auch Städte in anderen Kulturkreisen kennen (z.B. Lateinamerika, Orient, China), erfahren die Möglichkeiten der Bauleitplanung und werden konkrete Beispiele untersuchen, auch Leverkusen! 13.2 Die "Raumplanung" beschäftigt sich mit unterschiedlich ausgestatteten Räumen in Deutschland und Europa. Gibt es in Deutschland "unterentwickelte" Gebiete? Wird es beim West- Ost-Gefälle bleiben? 2. Geschichte in der Sekundarstufe II Geschichte meint vereinfacht, was in der Welt passiert ist (historische Ereignisse) und wie wir das betrachten, was in der Welt passiert ist. Der Schriftsteller und Historiker Golo Mann, der 1994 in Leverkusen verstorben ist, beschreibt dies so: "Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen." Im Geschichtsunterricht versuchen wir diese Vergangenheit zum Leben zu erwecken, indem wir versuchen, sie zu verstehen. Themen und deren Kurzbeschreibungen 11. 1 Menschen- und Bürgerrechte - universale Norm für Männer und Frauen? Von den Ursprüngen der Demokratie in der Antike über die Aufklärung der frühen Neuzeit bis zum politischen Kampf um Menschen- und Bürgerrechte. 11. 2 Der christlich-europäische Westen und die islamische Welt - Ein Kampf der Kulturen? Ausgehend von einer Betrachtung der Gegenwart und einer Untersuchung des Kulturbegriffes untersuchen wir das Verhältnis von christlicher und islamischer Welt im Mittelalter. 12. 1 Europa im 19. Jahrhundert: Schauplatz technischen Fortschritts, sozioökonomischer Veränderungen und imperialistischer Expansion Gegenstand ist das Zeitalter der Nationalstaatsgründungen und des Imperialismus. 12. 2 Vom Kaiserreich zum Nationalsozialismus - Kontinuität der Deutschen Geschichte? Von der "Urkatastrophe" des beginnenden 20. Jahrhunderts, dem Ersten Weltkrieg zur ersten Demokratie in Deutschland bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus. 13. 1 Krieg und Nachkrieg - Deutschland zwischen Erinnern und Vergessen Deutsche Geschichte unter dem Vorzeichen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung in BRD und DDR. 13. 2 Das Epochenjahr 1989 Der Untergang der Sowjetunion und die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1989/90. 3. Pädagogik in der Sekundarstufe II Erziehungswissenschaft - auch Pädagogik bzw. EW genannt - wird an unserer gymnasialen Oberstufe als Grund- und Leistungskurs angeboten. Der Unterricht vermittelt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Entwicklungs- und Erziehungsprozessen und schafft ein Bewusstsein für die Folgen erzieherischen Handelns. Die theoretischen Grundlagen zum Verständnis von Erziehung werden mit den konkreten Erfahrungen aus der Erziehungswirklichkeit (z.B. Familie, Schule)verknüpft. Der erziehungswissenschaftliche Unterricht bietet Anlässe, über die Bedingungen persönlicher Entfaltung in sozialer Verantwortung nachzudenken. Ziel ist es, im öffentlichen wie auch im privaten Bereich Wissen und Handlungskompetenzen zu erwerben, die zur erzieherischen Kommunikation, Kooperation und Konfliktbewältigung erforderlich sind Wichtige Nachbarwissenschaften sind Psychologie und Sozialwissenschaften, Anthropologie und Biologie. Methoden und Arbeitstechniken: Stundenprotokoll, Rollenspiel, Experiment, Texterarbeitung, Auswertung von Fallbeispielen, Arbeit mit wissenschaftlichen Texten und Theorien, kooperatives Arbeiten, Debatte, Referate, Internetrecherche, Expertenbefragung Inhaltliche Schwerpunkte 11. Jg: Erziehungssituation und Erziehungsprozesse / Lernen und Entwicklung Wie erzieht man richtig? Welche Rolle spielt die Kommunikation? Welche Erziehungsvorstellungen gibt es in anderen Ländern? Wie lernt der Mensch? Welche entwicklungsbedingten Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um lernen zu können? Was ist Intelligenz, was ist Begabung, und welche Bedeutung haben sie für das Lernen? Wie können Lernprozesse gesteuert werden? Welche Bedeutung hat die Motivation für das Lernen? Das sind nur einige Fragen, denen in diesem Halbjahr nachgegangen werden kann. 12. Jg Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit / im Jugend- und Erwachsenenalter Was brauchen Kinder, um sich körperlich, seelisch und sozial stabil zu entwickeln, und wie kann dies pädagogisch gefördert werden? Warum ist das Jugend- und Erwachsenenalter oft durch Krisen gekennzeichnet? Wie kann Pädagogik hier vorbeugen oder aktiv eingreifen? Wie entsteht z.B. Aggression oder Magersucht und welche therapeutischen Hilfen gibt es? 13. Jg Normen und Ziele in der Erziehung / Identität Wie verlief Kindheit früher? Welche Erziehungsziele gab es im Nationalsozialismus? Welche Aufgaben erfüllen unsere Schule (oder andere alternative Schulformen)? Wer bin ich und wie bin ich dazu geworden? Was bedeutet Identität, Selbstverwirklichung, Verantwortlichkeit? 4. Biologie in der Sekundarstufe II Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe setzt die Arbeit der Sekundarstufe I fort, wo in erster Linie Lebewesen in ihrem Bau und ihrer Funktion Thema sind. Das Fach Biologie vermittelt in der gymnasialen Oberstufe ein tiefer gehendes biologisches Grundlagenwissen und trägt zu einem naturwissenschaftlich fundierten Weltverständnis bei. Es stehen nicht mehr einzelne Organismen im Vordergrund, sondern es werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede lebender Systeme untersucht. Differenzierter als in der Sekundarstufe I werden Gestalt und Struktur der Lebewesen im Zusammenhang mit ihrer jeweiligen Funktion betrachtet. Das geschieht sowohl auf der molekular-zellulären als auch auf der organischen und biosphärischen Ebene. Neu in der Sekundarstufe II ist die Bearbeitung komplexer Aufgaben sowohl im Unterricht als auch in mehrstündigen Klausuren. Inhaltliche Schwerpunkte 11.Jg.: Zelle - Gewebe - Organismus Betriebsstoffwechsel (Verdauung / Fotosynthese) 12.Jg.: Genetische und entwicklungsbiologische Grundlagen von Lebensprozessen Ökologische Verflechtungen und nachhaltige Nutzung 13.Jg.: Evolution in Struktur und Verhalten Steuerungs- und Regulationsmechanismen 5. Technik in der Sekundarstufe II Die gymnasiale Oberstufe Technik ist ein ideales Angebot für alle Schülerinnen und Schüler, die ihre Stärken im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich haben und gerne selber experimentieren. Besondere Formen des Unterrichts erweitern das Methodenspektrum. Konstruktionsaufgaben, Systemanalysen und technische Experimente gehören unter anderem zu diesem neuen Bereich. Neben den fachwissenschaftlichen Grundlagen sind Teamfähigkeit und Kooperation notwendige Bedingungen für die Realisierung von konkreten technischen Problemen. Inhaltliche Schwerpunkte: 11.Jg.: Grundlagen der Technik Elektro-technisches Messen und Steuern (I+K) Aufbau und Funktion eines Taschenrechners (I+K) 12.Jg.: Globale Stahlerzeugung (Stoff- Versorgung und Entsorgung Energie für Morgen (Energie/V+E) Sicherheitstechnik (I+K) Jahrgangsstufe 13 Solarenergie Robotik II (Information / I+K) 6. Physik in der Sekundarstufe II Wir möchten mit dem Physikunterricht erreichen, dass du naturwissenschaftlich-technische Neu- und Weiterentwicklungen kritisch hinterfragen und deren Folgen für die Umwelt richtig einschätzen kannst. Dazu gehört auch ein verantwortungsbewusstes Handeln. Das Fach Physik soll Basisqualifikationen für viel Berufe vermitteln, einen Einblick in die technische Arbeitswelt gewähren und das Fundament für ein Physikstudium legen. Wenn du Interesse am "Warum" naturwissenschaftlich-technischer Vorgänge hast, den Umgang mit technischen Geräten magst und ein solides mathematisches Grundwissen mitbringst, liegst du mit dem Fach Physik richtig. Inhaltliche Schwerpunkte 11.Jg.: Teilnahme am Straßenverkehr Anfahren und Überholen; Bremsen; Nutzung des Treibstoffs - Energiebilanzen Physik und Sport Besonderheiten bei Flugbahnen von Wurfobjekten (vom Kugelstoß bis Badminton) Karussells, Achterbahnen Kreisbewegungen - vom außen stehenden Beobachter betrachtet 12.Jg.: Relativitätstheorie Von Zeiten und Räumen, Einsteins neue Sicht der Dinge Auf der Spur des Elektrons Freisetzung von Elektronen; Untersuchung der Elektronen mit Hilfe magnetischer Felder Bereitstellung, Wandlung und Verteilung elektrischer Energie Generator und Motor; Speicherung magnetischer Energie Physikalische Grundlagen der drahtlosen Nachrichtenübertragung Informationsübertragung durch elektromagnetischer Wellen; Elektrosmog - eine Gefahr für die Gesundheit Energieentwertung und Irreversibilität - die Entropie (LK) Strukturbildung und Zerfall; Energieentwertung quantitativ Energie von der Sonne - Energiehaushalt der Erde (LK) Sterne verraten sich durch Strahlung; Planeten strahlen auch Unsere Atmosphäre - ein Treibhaus (LK) Die Atmosphäre bestimmt unsere Lebensbedingungen; der Treibhauseffekt - eine Verschiebung des Strahlungsgleichgewichts der Erde 13. Schuljahr Wie kann man Atome untersuchen? Ionisation; radioaktiver Zerfall Erkenntnisse über den Atomkern Aufbau der Atomkerne; Gewinnung von Energie aus Kernprozessen Von klassischen Vorstellungen zur Quantenphysik Vom Photoeffekt zum Photonenmodell; Quantenobjekte (was sind Photonen und Elektronen eigentlich?) 7. Chemie in der Sekundarstufe II Der Mensch besteht zu 100% aus Chemie - Wer hätte das gedacht? Bestimmt nicht diejenigen, die ihre Umgebung in "natürlich" und in "chemisch" einteilen, obwohl ihre Erbsubstanz Desoxyribonucleinsäure ist, ihre Haare Keratin enthalten und ihr Körper zu einem Großteil aus H2O besteht. Wer in einer komplexen Umwelt, in der chemische Entwicklungen und Produktionsweisen unser aller Lebenweise berühren, eigenverantwortlich handeln will, muss schon etwas differenzierter Denken. Chemie geht uns also wirklich alle an. Die Chemie ist die Wissenschaft der Stoffe und ihrer Reaktionen. Sie versucht, Stoffeigenschaften und Stoffumwandlungen mit Hilfe von Theorien und Modellen zu erklären. Das tut sie, indem sie die an die Natur gestellten Fragen durch planvolles Handeln in konkrete Experimente umsetzt, die Ergebnisse mit modernen Methoden analysiert und kritisch hinterfragt. Dem Chemieunterricht in der gymnasialen Oberstufe liegt dieses Prinzip natürlich auch zugrunde. Er eröffnet daher Einblicke in die Fachwissenschaft und leistet seinen Beitrag zur Erlangung allgemeiner Studierfähigkeit. Die Schüler erfahren, wie die Struktur und das Reaktionsverhalten von chemischen Verbindungen zusammenhängen und lernen die Mathematisierung naturwissenschaftlicher Sachverhalte. Sie erfahren, nach welchen Gesetzmäßigkeiten chemische Reaktionen ablaufen. Das Grundprinzip des Unterrichts ist die experimentelle Methode. Chemieunterricht in der Oberstufe ist aber noch viel mehr: Er versetzt Schüler und Schülerinnen in die Lage, sich auf gesellschaftlichen und beruflichen Gebieten eine eigenständige und kritische Meinung zu bilden. Umwelterhaltung im Sinne von Umweltschutz ist zum Beispiel nur dann möglich, wenn das entsprechende Bewusstsein geschärft ist und naturwissenschaftliche Grundkenntnisse vorhanden sind. In einem übergreifenden Ansatz werden die chemischen Hintergründe erarbeitet, die notwendig sind, um im alltäglichen Umgang mit chemischen Produkten (Waschmitteln, Farbstoffen, Düngemitteln, Textilien usw.) verantwortlich zu handeln. Und so wird am Ende seiner Schullaufbahn jeder Schüler eine überlegtere Meinung zu gesellschaftlichen Schlüsselfragen haben und sagen können: Der Mensch besteht zu 100% aus chemischen Verbindungen - und ist dennoch so viel mehr als das. |