Termine  Schulfakten  Schulleben  Konzeptionen  KKS / EVL  Informationen

 

  Käthe-Kollwitz-Schule Gesamtschule Rheindorf

Sozialpädagisches Grundpraktikum

 

 Verantwortung macht Schule!

Mit dem Projekt „Verantwortung macht Schule“ unterstützt die

Stiftung Partner für Schule NRW gemeinsam mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Leverkusen

den Entwicklungsprozess zu mehr Verantwortungsbewusstsein. Im Zentrum steht der Aufbau einer Online-Plattform zum Erfahrungs- und Kompetenzaustausch der Schulen, die bereits Verantwortungsprojekte durchführen.

Wir freuen uns, wenn Sie sich als Schule in NRW an dieser Befragung beteiligen.

Josef Bayer-Ruf / 3. Juni 2009

Link zum Projekt - Verantwortung macht Schule!


Sozialpädagogisches Grundpraktikum an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule

1. Entstehung
Das Sozialpädagogische Grundpraktikum entwickelte sich vor 20(!) Jahren aus dem damalig zu beobachtenden Interesse von SEK II- Schülerinnen und Schülern, im Ganztagsbereich der eigenen Schule, aktiv AG-Gruppenleitung bei jüngeren Schülerinnen und Schülern übernehmen zu wollen. Um die Motivation der SEK II -Schüler für eine solche Arbeit über einen aus schulorganisatorischen Gesichtspunkten verläßlichen Zeitraum zu halten, entstand die Idee für dieses Engagement eine Belohnung zu schaffen, die in Form eines anerkannten Praktikums unter Anleitung eines Diplom-Sozialarbeiters, seit 1983 Bestand hat.

2. Etablierung und Interesse anderer Gesamtschulen
Heute hat sich das Sozialpädagogische Grundpraktikum zu einem festen Bestandteil des Schulprogramms unserer Schule etabliert. Mit Ausnahme eines Jahrgangs (1987) konnte jedes Schuljahr aus der Jahrgangsstufe 11 heraus eine tragfähige Gruppe von interessierten Schülern und Schülerinnen gewonnen werden, die im Schnitt zu 80% das Praktikum erfolgreich absolvierten. Aus der derzeitigen Jahrgangsstufe 11 nehmen 14 Schüler und Schülerinnen unser Angebot wahr, aus der Jahrgangsstufe 12 sind 13 Schülerinnen und Schüler aktiv. Alle leisten über ihre unterrichtlichen Verpflichtungen hinaus auf freiwilliger Basis für die Schule und das innerschulische Klima sehr wertvolle Arbeit. Zwischenzeitlich haben andere Gesamtschulen im RP Köln, sowie andere Schulen in NRW das Sozialpädagogische Grundpraktikum eingeführt.

3. Inhaltliche Schwerpunkte im Praktikum
Neben dem vorbereitenden Gruppenleitertraining in 11.1., der selbständigen AG-Leitung , der Mitarbeit der Praktikanten während der Projektwoche, sowie der Teilnahme als Betreuer auf Klassenfahrt bei den "Kleinen" ( Jahrgangsstufe 5/6 ), liegt der Schwerpunkt im 3.Halbjahr des Praktikums auf dem Bereich: Kennenlernen sozialpädagogischer Arbeitsfelder außerhalb von Schule Dabei lernen die Praktikanten Arbeitsfelder der Sozialarbeit/ Sozialpädagogik durch konkrete Besuch außerschulischer Einrichtungen kennen.

4. "Nebenwirkungen"
Die Rückmeldungen von Schülern und Schülerinnen mit erfolgreich absolviertem Praktikum belegen bessere Chancen bei Ausbildungsplatzbewerbungen. Offenkundig sind Arbeitgeber von neben dem Abitur erbrachten Zusatzleistungen, auch wenn sie nicht direkt branchenspezifisch sind, sehr angetan. Teamfähigkeit, Sozialkompetenz und Erfahrung im Umgang mit Menschen und Gruppen scheinen mehr denn je gefragte Qualitäten zu sein.

5. Abschließende Bemerkung
In der Fachöffentlichkeit wird die Kooperation von Schule und Jugendhilfe zunehmend gefordert und praktiziert. Die Gesamtschule in Ganztagsform hat für diese Entwicklung, möglicherweise unbeabsichtigt, eine Vorreiterrolle übernommen, weil sie seit ihrer Gründung, eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen anstrebt. Dieser Sachverhalt dokumentiert sich u.a. auch darin, daß unsere Schulform von Beginn an Sozialpädagogen zum festen Bestandteil der personellen Ausstattung zählte und Schule somit zum sozialpädagogischen Arbeitsfeld wurde. Insofern ist die Einrichtung eines Sozialpädagogischen Grundpraktikums folgerichtig, anerkennungswert und unseres Erachtens auch nachahmungswert.

November 2009
Josef Bayer-Ruf (Diplom-Sozialarbeiter)