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Rede des Oberbürgermeisters
Paul Hebbel anlässlich der feierliche Unterzeichnung der
ersten drei Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und Betrieben
in Leverkusen
am Montag, 29. Januar 2001, um
15.00 Uhr
im Spiegelsaal, Schloss Morsbroich
Sehr geehrter Herr Regierungspräsident
Roters,
meine Damen und Herren Abgeordneten,
sehr verehrte Damen und Herren,
mehr als 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft,
Gewerkschaften, Interessenverbänden, Schulen und Medien
haben sich heute hier eingefunden, um Augenzeuge der ersten Unterzeichnung
der ersten drei Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und
Betrieben unserer Stadt zu sein. Dies unterstreicht einmal mehr,
dass das zentrale Zukunftsthema Bildung in Leverkusen mehr und
mehr an Bedeutung gewinnt. Insofern halte ich es auch für
angemessen, für diese erste und sicherlich nicht letzte
Veranstaltung dieser Art einen besonderen Rahmen und die gute
Stube Leverkusens, unser Schloss Morsbroich, zu wählen.
Ich freue mich sehr, dass Sie meiner Einladung so zahlreich gefolgt
sind, um heute ein neues Kapitel beim Aufbau einer regionalen
Bildungslandschaft in Leverkusen aufzuschlagen.
Mit der Unterzeichnung der ersten drei
Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und Unternehmen in
Leverkusen wird der Startschuss zu einer neuartigen Form der
Zusammenarbeit gegeben. Die in unserer Region schon bestehenden
Kontakte zwischen Unternehmen und Schulen werden auf eine nachhaltige
Basis gestellt mit dem Ziel, ein Kooperationsnetz zwischen weiterführenden
Schulen und Unternehmen zu schaffen. Heute sind nicht nur die
drei Schulen und Unternehmen, die eine förmliche Kooperationsvereinbarung
unterzeichnen, hier, sondern auch Vertreter von weiterführenden
Projekt-Schulen und Betrieben, die bereits in Vorverhandlungen
zu einem Vertragsabschluss stehen. Die Partnerschaften sind als
"Lernpartnerschaften" angelegt: Sie zielen darauf ab,
den Schulunterricht stärker praxisorientiert auf Themen,
Probleme und Perspektiven von Wirtschaft und Arbeitswelt auszurichten.
Darüber hinaus sollen damit die Schülerinnen und Schüler
frühzeitig mit den Anforderungen des Berufslebens vertraut
gemacht werden.
Mir als Oberbürgermeister liegt die
Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit und ein dauerhaft verbessertes
Bildungsangebot in unserer Stadt besonders am Herzen und diese
Initiative betrachte ich als einen wichtigen Beitrag dazu.
Den Leverkusener Unternehmen erwächst
durch die Kooperation der Vorteil, in absehbarer Zukunft auf
dem regionalen Arbeitsmarkt auch auf Schulabgänger zurückgreifen
zu können, die bereits über Kenntnisse von Arbeitsbedingungen
und Abläufen in den Betrieben verfügen. Somit erfüllt
die Kooperation die wichtige Bedingung, dass beide Partner von
ihr profitieren und gleichzeitig unsere Stadt durch bessere persönliche
Voraussetzungen bei jungen Menschen als Wirtschaftsstandort gestärkt
wird.
Jetzt will ich jedoch vor allem Dank sagen:
Zunächst den Unternehmen und Schulen, die quasi als Eisbrecher,
heute die ersten drei Kooperationen vertraglich besiegeln. Es
sind:
- die Käthe-Kollwitz-Schule und die
Energieversorgung Leverkusen GmbH,
- die Lise-Meitner-Schule und die Sparkasse
Leverkusen,
- die Gemeinschaftshauptschule Scharnhorststraße
und die Franz Gierlichs GmbH.
Nicht zustande gekommen wäre dieses
Kooperationsmodell allerdings ohne das Projekt "Schule &Co."
mit seiner regionalen Koordinierungsgruppe, in der der Projektleiter
der Bertelsmann Stiftung, Vertreterinnen und Vertreter der Schulaufsicht
sowie der Stadt Leverkusen vertreten sind. Dafür sage ich
allen sehr herzlichen Dank. Und zu danken ist natürlich
auch dem "geistigen Vater" der Lernpartnerschaften,
Herrn Prof. Dr. Günter Vollmer von der Universität
Düsseldorf, der das Konzept entwickelt hat, das unseren
Kooperationsvereinbarungen zugrunde liegt.
Auch in meiner Eigenschaft als Vorsitzender
des Vereins "Pro Schule & Co." hoffe ich, dass
von unserer heutigen Veranstaltung das Signal für Vereinbarungen
zwischen möglichst vielen weiterführenden Schulen in
Leverkusen und Betrieben der Region ausgeht.
Ihre heutige Anwesenheit, Herr Regierungspräsident,
bestärkt mich in der Hoffnung, dass der Aufbau unseres Kooperationsnetzes
Modell für die gesamte Region werden könnte und wir
damit auf dem Weg der Entwicklung regionaler Bildungslandschaften
in den nächsten Jahren ein gutes Stück vorankommen.
Ich danke an dieser Stelle Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, dass Sie das Projekt "Schule & Co."
so engagiert unterstützt haben. Ich bin sicher, dass dies
auch weiterhin der Fall sein wird. Die Stadt Leverkusen wird
jedenfalls mit ihren Möglichkeiten weiterhin alles tun,
um dem Projekt auch in Zukunft zum Erfolg zu verhelfen.
An die Adresse unserer Landtagsabgeordneten
richte ich dabei die Bitte, uns dafür auch den entsprechenden
Rückenwind aus Düsseldorf zu verschaffen.
So hoffe ich, dass der heutige Tag für
einen Aufbruch unserer regionalen Bildungsqualität steht
und sich die Bildungs- und Ausbildungschancen unserer Kinder
und Jugendlichen weiter verbessern. Ich danke Ihnen herzlich
für Ihre Aufmerksamkeit.
Herr Regierungspräsident Roters, Sie
haben das Wort. |